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Wunschschilder Schweiz: Verfügbarkeit, Kosten, Vergabe

Eine Wunschnummer wird nicht gekauft, sondern zugeteilt. Was der Bund vorgibt, was der Kanton entscheidet und wann eine Nummer wieder frei wird.

Stand 2026-08-27

Wer eine bestimmte Nummer will, kauft kein Schild. Kontrollschilder bleiben Eigentum der Behörde (VZV Art. 87 Abs. 5); was der Halter erhält, ist die Zuteilung einer Nummer und das Recht, sie zu benutzen. Alles, was danach kommt, entscheidet der Kanton.

Was der Bund vorgibt

Der Bund regelt nur den Rahmen. Jeder Kanton trägt zwei grosse Buchstaben, und dahinter steht die Kontrollnummer (VZV Art. 84 Abs. 1, Art. 85). Wie viele Stellen sie hat, welche Kombinationen es gibt und wer sie bekommt, steht dort nicht.

Eine Regel aus dem Bundesrecht wirkt trotzdem direkt auf jede Wunschnummer: Die einmal zugeteilte Schildnummer bleibt für den Halter reserviert. Eine andere Nummer darf die Behörde nur zuteilen, wenn die Schilder länger als ein Jahr hinterlegt oder entzogen waren (VZV Art. 87 Abs. 1).

Daraus folgt beides. Deine Nummer bleibt dir, auch über einen Fahrzeugwechsel hinweg, solange du sie nicht länger als ein Jahr deponierst. Und eine begehrte Nummer wird erst frei, wenn ihr bisheriger Halter sie länger als ein Jahr liegen lässt oder sie abgibt.

Drei Wege, wie ein Kanton vergibt

WegWas passiert
Reguläre AnfrageKombination beantragen, Verfügbarkeit prüfen, feste Gebühr zahlen
AuktionDer Kanton versteigert begehrte Kombinationen, es zählt das Höchstgebot
ReservierungEine frei werdende Nummer wird gegen Gebühr vorgemerkt

Welchen Weg dein Kanton führt, ob es eine Online-Prüfung gibt, wie lange eine Reservierung hält und ob eine Nummer innerhalb der Familie übertragen werden darf, steht beim Strassenverkehrsamt an deinem Standort. Das ist keine Ausflucht, sondern die Rechtslage: Der Bund regelt die Nummer, der Kanton die Vergabe.

Was eine Nummer begehrt macht

  • Niedrige Zahlen. Ein- und zweistellige Nummern sind in fast jedem Kanton Sammlerobjekte und laufen über Auktionen.
  • Schnapszahlen und Muster. Wiederholungen und Spiegelzahlen sind gefragter als ihre Nachbarn.
  • Bedeutungsträger. Geburtsjahre, Hausnummern, Firmenzahlen.

Der Preis dafür ist kein Tarif, sondern ein Zuschlag im Wettbewerb, und er schwankt entsprechend. Verbindliche Beträge nennen wir hier deshalb nicht.

Was kantonal verschieden ist

  • Ob es überhaupt eine Online-Verfügbarkeitsprüfung gibt
  • Ob und wie oft versteigert wird
  • Wie lange eine Reservierung gilt und was sie kostet
  • Ob die Übertragung auf Familienmitglieder erlaubt ist
  • Die Gebühren, in jeder einzelnen Variante

Was du hier NICHT findest

  • Keine Preisliste je Kanton
  • Keine Bietstrategien für Auktionen
  • Keine Einschätzung, ob sich eine Nummer als Anlage lohnt

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